Paul's Öbetli


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PRESSE

EXPONIERT

«Pauls Öbetli» bleibt
31. Januar 2011 (Hansruedi Wieser - St.Galler Tagblatt)

Als Redaktor tritt er in den Ruhestand – als Radiomoderator bleibt Paul Schawalder den Hörern erhalten.

Als Redaktor der Buchser Tages- zeitung «Werdenberger & Obertoggenburger» – kurz W&O genannt – wird Paul Schawalder zum Monatsende pensioniert. Den Hörerinnen und Hörern des Kabel- und Internetradios FM1 Melody bleibt er aber mit seiner dreistündigen Dienstagabend-Sendung «Pauls Öbetli» erhalten. Deren Geburtsstunde schlug vor Jahren an der Buchser Publikumsmesse Wiga. Der frühere Radio-Gonzen-Redaktor und Moderator Paul Schawalder,

inzwischen regionaler RAV-Leiter, bluffte, dem Nachfolgesender Radio Ri mit einer eigenen Sendung zu mehr Hörerinnen und Hörern zu verhelfen. Anderntags wurde aus dem Spass Ernst: Man sass zusammen und besprach die Idee. Am 5. Oktober 1999 ging die Sendung «Pauls Öbetli» erstmals über den Äther.Und seit der Fusion mit Radio Aktuell ist die Sendung Programmteil von FM1Melody.

Im Team mit Gattin Angela
«Pauls Öbetli» soll das Gemüt ansprechen. «Ich gehe – virtuell – mit einem ‹Chratte voll Platte› zu den Leuten in die gute Stube», sagt Paul Schawalder. «Ich möchte den Musikteppich zum gemütlichen Zusammensitzen liefern. Ist jemand einsam, krank oder hat er sonst Probleme, dann probiere ich, mit entsprechenden Songs und emotional ansprechenden, auch tiefgründigen Texten auf die Person einzugehen.» Aber im Vordergrund stehe, Musik aus der Vergangenheit nicht völlig der Vergessenheit anheimfallen zu lassen – «gefällige Musik, die man leider selten mehr hört». Zudem versucht er, musikalische Lücken im Tagesprogramm von FM 1 Melody zu schliessen. Das Repertoire reicht vom Naturjodel über Big-Band-Sound bis hin zu internationaler Stimmungsmusik und enthält auch die Vorstellung neuer Tonträger.

Schawalders Sendung ist jeweilsam Dienstagabend von 19 bis 22 Uhr live zu hören. Immer wieder mal kann er im Studio Buchs interessante Gäste aus der Ostschweiz und aus Liechtenstein begrüssen.

Die Gespräche werden nicht speziell vorbereitet: Gast und Gastgeber plaudern frisch von der Leber weg. Das schafft die gewünschte Spontaneität. «Pauls Öbetli» dient aber auch zur Übermittlung von Hörergrüssen. Während Paul Schawalder im Studio wirkt, agiert seine Frau Angela im angrenzenden Raum in Sichtverbindung als Gruss-Administratorin. Sie nimmt Mails (wuko@fm1melody.ch) und Telefonanrufe (081 758 08 08) für Musikwünsche entgegen und spielt sie dann ihrem Mann für die Durchsage zu.

Als Paul Schawalder vor zehn Jahren als Redaktor beim W&O startete und damit einer seinerberuflichen Jugendträume in Erfüllungging, war er bereits 55jährig. Während vieler Jahre war er ein ständiger Quereinsteiger. Der gebürtige Widnauer wollte Lehrer werden, entschied sich dann aber für eine Chemielaboranten-Lehre, «obschon mein Götti mir ein weiter führendes Unistudium finanziert hätte».

Berufswechsel als Konstante
Schon als Schüler schrieb er am liebsten Aufsätze, für die er gute Noten erntete. Ebenso führte er Regie im Theater. Viel später war er dann in Buchs Mitbegründerund Co-Leiter des Werdenberger Kleintheaters fabriggli.

Doch zurück zu den Anfängen: In seinem Lehrbetrieb wurde er Cheflaborant einer Abteilung, wechselte später dann als Assistentandie heutige Hochschule für Technik NTB in Buchs. Ständig bildete er sich weiter, wurde freier Mitarbeiter bei Radio Gonzen und stieg dann dort ganz ein. Wieder zurückam NTB wirkte er als Assistent der Schulleitung mit Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit. Einige Jahre später trat Paul Schawalder beim damaligen Kiga ein, war einige Zeit Leiter der inzwischen wieder aufgelösten RAV Zweigstelle Buchs – und wieder freier Mitarbeiter bei Radio Ri und letztlich hauptberuflich Redaktor beim W&O.


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